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DIE ZEIT MIT ANTONIONI
Wim Wenders
Foto: Donata Wenders

Erstsendung: MEIN FREUND AUS FARO

Nana Neul

Drehbuch und Regie: Nana Neul
Produktion: Wüste West/WDR
Darsteller: Anjorka Strechel, Luci Hollmann, Manuel Cortez, Florian Panzner, Tilo Prueckner
Erstsendung: 21. Juni | Das Erste | 22.45 h

Als die burschikose Mel (Anjorka Strechel) von der hübschen Anhalterin Jenny (Lucie Hollmann) für einen jungen Portugiesen gehalten wird, ergreift sie die Gelegenheit, ihrem bisherigen Leben zu entkommen, und erfindet sich kurzerhand neu. Sie gibt sich als Miguel aus. Jenny und Mel verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Jenny, die nach der ersten großen Liebe sucht, fühlt sich angezogen von dem Jungen, der so anders ist. Bei einer Familienfeier jedoch präsentiert Mel natürlich nicht Jenny, sondern ihren portugiesischen Arbeitskollegen Nuno (Manuel Cortez) als ihren Liebhaber, so ist nur eine Frage der Zeit, bis die Sache auffliegt…Mit großer Sensibilität, dabei durchaus kraftvoll und herzerfrischend erzählt Autorin und Regisseurin Nana Neul in ihrem Langfilm-Debüt eine besondere Geschichte über erste Liebe, das Erwachsenwerden und den Mut zum selbstbestimmten Leben. Neben dem Festival in Saarbrücken (Max Ophüls Preis 2008 für Drehbuch) lief MEIN FREUND AUS FARO unter anderem auf dem internationalen Festival von Karlovy Vary sowie dem Festival des Deutschen Films Mannheim.

"Ehe man sich versieht, zieht uns die Autorin mit eindrucksvollen Bildern in ein Spiel der Verführung und Verwirrung der Geschlechter. Ohne ein schweres Drama zU sein, erzählt uns der Film die dramatische Suche nach Identität durch ein fein gezeichnetes Figurenensemble. Mit wenigen Worten wird hier viel gesagt. Dramaturgische Genauigkeit, sorgfältig gewählte und platzierte Motive ergeben ein geschlossenes Gesamtbild. Die Überwindung der Ängste und das Bekenntnis zu sich selbst sind nicht nur Mels erster Schritt in die Wirklichkeit, sondern auch in die Freiheit - und das Ende eines schönen Films.“Ehe man sich versieht, zieht uns die Autorin mit eindrucksvollen Bildern in ein Spiel der Verführung und Verwirrung der Geschlechter. Ohne ein schweres Drama zu sein, erzählt uns der Film die dramatische Suche nach Identität durch ein fein gezeichnetes Figurenensemble. Mit wenigen Worten wird hier viel gesagt. Dramaturgische Genauigkeit, sorgfältig gewählte und platzierte Motive ergeben ein geschlossenes Gesamtbild. Die Überwindung der Ängste und das Bekenntnis zu sich selbst sind nicht nur Mels erster Schritt in die Wirklichkeit, sondern auch in die Freiheit - und das Ende eines schönen Films.“
Aus der Begründung der Jury zum Drehbuchpreis beim Max-Ophüls-Festival 2008

"Nana Neuls Langfilmdebüt „Mein Freund aus Faro“ umkreist die Lebenswelt und die Sehnsüchte von Mel, ohne sich dabei im Klischee zu verlieren. Der Blick der Regisseurin und Drehbuchautorin ist liebevoll-zurückhaltend, sie benötigt für die Charakterisierung ihrer Hauptfigur keine grellen Symbole oder starken Metaphern.
Nana Neuls Schauspielführung ist sensibel und vorsichtig, es gibt kaum aufbrausende Reaktionen, die Darsteller nähern sich einander Schritt für Schritt an, sie sprechen leise. So werden die kleinen Gesten wichtig; die Regisseurin versteht es, über Nuancen Welten aufzuschlüsseln – weshalb die im deutschen Film so beliebten Erklärungen, etwa mit Hilfe strategisch platzierter Dialoge, überflüssig werden. Zusammen mit ihrer Kamerafrau Leah Striker hat die Regisseurin ein Farbkonzept erarbeitet, das ebenso wie die Ausstattung viel über die Charaktere, ihre Beziehungen und Träume verrät."
Film-Dienst

"Mein Freund aus Faro ist aber nicht nur die Geschichte eines Herauskommens. Es geht auch ums Erwachsenwerden, um die Tristesse der Provinz, und Möglichkeiten, ihr zu entfliehen. Insofern ist der Regisseurin hier auch ein unkonventioneller Heimatfilm gelungen, wie es ihn glücklicherweise alle paar Jahre mal gibt im deutschen Kino... Ein kluger Film über die Liebe“(Die Welt).

"Ein ausgeklügeltes, oft amüsantes Verwirrspiel um Geschlechterrollen und Identitäten" (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

"Gefühlvoll, witzig, preisgekrönt" (TV 14)

"Nana Neul hat ihr Langfilmdebüt hoch sensibel geschrieben und hinreißend inszeniert. Ein furioser Erstling." (TZ)

"Das eigentliche Märchen, das Nana Neul hier wiedererzählt, ist natürlich "Die Schöne und das Tier". Sie hat das so klug getan und mit so zartfühlenden Dialogen, dass die Grenzen zwischen Märchen und Wirklichkeit fließend werden." (Frankfurter Rundschau)

"Große Schauspielkunst" (Intro)

"Mit zwei sehr talentierten Hauptdarstellerinnen. Intensiv." (Tagesspiegel Berlin)

>>>MEIN FREUND AUS FARO - Webseite

>>>Wüste Film-West
>>>Nana Neul


(c) Wüste West