Verlag der Autoren

Bereichsbild

Film TV Radio

DIE ZEIT MIT ANTONIONI
Wim Wenders
Foto: Donata Wenders

IM REICH DER SCHATTEN - Ein mediales Raumtheater: Neueröffnung im Rheinischen Landesmuseum Trier

Marianne Wendt
Christian Schiller

Drehbuch und Schauspielregie: Christian Schiller und Marianne Wendt
Konzept, Creative Direction & Regie der Gesaminszenierung: Charlotte und Marc Tamschick
Produktion: Tamschick Media + Space GmbH
Animation: Studio Talking Animals
Musik und Sounddesign: BLUWI Music & Sounddesign
Sprecher: Christoph Maria Herbst, Peter Striebeck u.a.
Ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland Pfalz, Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier
Ab 22. Juni viermal täglich im Landesmuseum Trier

Auf ungewöhnlichen Pfaden haben sich jüngst die beiden Autoren Marianne Wendt und Christian Schiller bewegt. Für das Rheinische Landesmuseum im Trier haben sie das Drehbuch für eine Multimediainszenierung der Exponate entwickelt und auch die Schauspielregie der Tonaufnahmen übernommen. IM REICH DER SCHATTEN ist ein Museumserlebnis in neuer Dimension. Raumhohe Rundumprojektionen auf meterhohe antike Grabdenkmäler versetzen die Zuschauer unmittelbar in das spannende Abenteuer im römischen Trier. In der Verbindung aus Originalexponaten und animierten Filmsequenzen, Sprache und Musik ensteht ein poetisches Spiel, das die antiken Reliefs zum Leben erweckt.

Im Mittelpunkt der von Schiller und Wendt erfundenen Geschichte aus der Zeit des römischen Trier steht der um seine verstorbene Frau trauernde Geschäftsmann Gaius Albinius Asper. Vor den Toren der Stadt steht Asper am Grab seiner geliebten Secundia, als der Göttersohn Merkur erscheint und anbietet, ihn in die Unterwelt zu begleiten. Asper zögert nicht lange, und so beginnt die abenteuerliche Suche der beiden ungleichen Gefährten nach Secundia.
In Begleitung des gewitzten Gottes trifft Asper im Zwischenreich auf Gestalten aus dem römischen Trier, auf Wagenlenker, Weinhändler, eitle Matronen und viele andere mehr, die als Schatten ihr eigenes Reich bewohnen und dort den Ratschluss der Götter erwarten. Asper und Merkur begleiten die verstorbenen Bürger bei ihren alltäglichen Beschäftigungen: der Jagd, dem Frisieren, dem Besuch im Circus oder dem Gastmahl.
Der durchtriebene Merkur, dem menschliche Gefühle fremd sind, hat währenddessen aber nur eins im Sinn: den schwermütigen Asper seine Frau vergessen zu lassen. Wein, üppige Gelage, Wagenrennen, schöne Frauen – die Versuchungen für Asper sind zahlreich. Die Suche nach seiner Frau wird für ihn damit auch zur Suche nach sich selbst. So lautet seine versöhnliche Einsicht am Ende der Geschichte: „Nicht den Tod soll man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.“

>>>IM REICH DER SCHATTEN - Webseite des Museums
>>>SchillerWendt

(c) der Fotos: Rheinisches Landesmuseum Trier, Thomas Zühmer